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Auf der Südseite besitzt der Turm zugespitzte, schießschartenähnliche Fenster mit Steineinfassung. Im Inneren des Turmes sind drei Glocken vorhanden. Die kleinste Glocke ist undatiert;
sie trägt die Inschrift: "Walser F. Pestem". Die mittlere Glocke ist die älteste der drei und trägt die Inschrift: "Goss mich Johann Lorentz Schmidt in Hermannstadt Anno 1742".
Im Jahre 1727 erhielt die Gemeinde einen Steuernachlass von 12 Gulden, damit sie aus eigener Kraft eine "neue" Glocke giessen lassen könne. Laut Kirchenmartikel wurde diese noch im selben Jahr fetiggestellt und
im Turm befestigt. Wenn sie nicht identisch mit der kleinen Glocke ist, entzieht sich unserem heutigem Wissen, was aus dieser Glocke später geworden ist.
Die größste und gleichzeitig jüngste Glocke stammt aus dem Jahre 1923. Auf ihr findet sich die Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe 1923 Andreas Paska Hermannstadt".
An der südlichen Außenwand der Kirche, über der jetzigen Eingangstür und kurz unterhalb des Daches, befindet sich
eine Inschrift, die von W. Horwath als "Renovatum Anno 1578" gelesen wurde. Möglich ist auch die Jahrezahl 1518. Heute ist als Jahreszahl deutlich "1676" zu lesen, wobei die Linien nachgezogen zu sein scheinen.
Aus schriftlichen Zeugnissen geht hervor, dass Reußdörfchen 1503 aus dem Stadtsäckel von Hermannstadt 17 Gulden und 45 Denar für Ziegeln, Zimmerleute, Maurer und Arbeiter beim Bau der Kirche erhalten hat. 1507 werden noch einmal 12 Gulden aus der
Kasse der Stadt und Provinz Hermannstadt für den Kirchenbau ausgegeben.
Laut der ältesten Matrikel der Gemeinde wird die Kirche 1699 einer Erneuerung unterzogen. Dabei wird auch das Dach mit runden Ziegeln neu gedeckt. Die letzte größere Renovierung fand 1926 statt; in jüngerer und jüngster Zeit wurden vor allem im Inneren der Kirche Ausbesserungen
vorgenommen (z.B. eine neue Kassettendecke im Kirchenschiff).
Fortsetzung folgt .....
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